Über mich

Über mich

Wie es überhaupt zu diesem Blog und dem Namen „Anokha“ gekommen ist?

Ich habe lange überlegt, diesen Blog zu machen. Ihr kennt bestimmt diese kleine, fiese Stimme, die euch leise zuflüstert: Ach lass mal lieber, es gibt doch schon genug Foodblogs, deiner ist jetzt auch nichts Bsonderes und außerdem können andere das eh viel besser!? Mag sein. Ich erfinde hier weder völlig neue Rezepte, noch bin ich Profifotografin mit perfekt ausgeleuchteten Bilder. Aber ist das wirklich wichtig? Ich denke nicht. Was wirklich wichtig ist, ist die Tatsache, dass meine Ernährungsumstellung mein Leben verändert hat. Dass ich mein Wissen mit euch teilen möchte. Dass ich mit meinem Blog vielleicht dem einen oder anderen dazu verhelfen kann, mehr auf seinen Körper zu hören und sich bewusster zu ernähren, um beschwerdefrei leben zu können. Oder andere mit meinen umgeschriebenen Rezepten zu erfreuen und deren Angst vor Lebensmittel-Unverträglichkeiten zu mildern. All das ist wichtiger, als meine eigene Angst, nicht gut genug zu sein oder mich zu blamieren. Und wenn es nur einem etwas bringt, habe ich schon gewonnen.

Hier nun meine Geschichte:

Soweit ich mich zurück erinnern kann, habe ich Bauchschmerzen. Und ich meine nicht so ein bisschen Bauchgrummeln, sondern richtige Magen- Darmkrämpfe mit Durchfall, Atemnot, Heul-Attacken und Angstzuständen bis der Notarzt kam- und das ist wirklich nicht übertrieben! Ich war bei verschiedensten Ärzten. Im Krankenhaus bekam ich eine Darm- und Magenspiegelung, dazu einen Laktose- und Fructose-Unverträglichkeitstest. Das Ergebnis: „Sie haben doch nichts!“ Ich war völlig verzweifelt. Es ist nicht witzig, wenn man irgendwo hingehen will und daran denken muss, ob es auch irgendwo in der Nähe ein Klo gibt. Oh, ich weiß noch, als ich mit meinem damaligen Freund nach Frankreich in den Urlaub fuhr und auf der Autofahrt heftigste Bauchschmerzen bekam. Auf der Fahrt war ich auf sieben verschiedenen Klos. So lernt man ein Land auch kennen.
Meine Bauchschmerzen und ich waren bis dato also unzertrennlich. Vor ein paar Jahren bin ich für mein Studium zu Hause ausgezogen und ich dachte, schlimmer kanns nicht werden – Denkste! Ich hatte ca. alle zwei bis drei Tage Durchfall mit so heftigen Schmerzen, dass ich mich teilweise nicht mehr bewegen konnte. Das zog sich fast durch meine gesamte Studienzeit. Feiern sah dann so aus: Trinken, Tanzen, Toilette. 2016 hatte ich dann nach einem Megaabsturz aufgehört, Alkohol zu trinken- schon mal ein Übeltäter weniger. Anschließend hatte ich auf verschiedene Sachen verzichtet, wie Süßigkeiten und Gluten. Nicht wirklich besser. Und dann kam meine Schwäche für Zartbitter-Schokolade.
Ich dachte, ach die ist ja mit 80% Kakao-Anteil sicher gesünder als der ganze andere Süßkram und wurde somit für den täglichen Genuss auserkoren. Bis ich auf einmal das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu kriegen. Ein- und Ausatmen fühlte sich plötzlich so schwer an. Da überkam mich dann doch die Angst und ich machte umgehend einen Termin bei einem Lungenfacharzt. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Die Ärztin dort hatte von Anfang an den richtigen Gedanken und dafür bin ich ihr unendlich dankbar! Mit meiner Lunge war alles in bester Ordnung. Aber auch Allergien können Atemnot verursachen und somit machte sie einen Prick-Test. Das Ergebnis: Keine Allergien. ABER was bei dem Test auch kontrolliert wurde, war Histamin. Histamin? Was ist das? Noch nie gehört. Und ja, ich habe genetisch bedingt eine Histamin-Intoleranz. Dazu kommen noch eine Laktose- und eine Sorbit-Unverträglichkeit, die nachträglich getestet wurden. Na herzlichen Glückwunsch! Ich war einfach nur geschockt, aber gleichzeitig so erleichtert, dass ich endlich wusste, was mit mir los ist. Im Internet hatte ich dann recherchiert, was ich nicht mehr essen darf. Bei drei Unverträglichkeiten kommt da schließlich einiges zusammen. Und schon beim Lesen wurde mir ganz anders. Keine Schokolade? Erst recht keine Zartbitter-Schokolade? Histaminbombe schlecht hin. Ups! Aber hey, hätte ich mir die Schokolade nicht täglich gegönnt, wüsste ich vielleicht bis heute nicht, was ich habe. Moment mal! Kein Käse? Ääääh, das kann nicht sein. Mein Kühlschrank besteht quasi nur aus verschiedenen Käsesorten! Ah, Junger Gouda ist ok – ich schaufel mir mein Grab. Also, so einiges, was ich oft und gerne esse, hat Histamin, na super. Ich hatte schon gar keine Lust mehr, Sorbit zu googeln. Ich esse einfach nur noch Wasser und Brot…

Gut, Jammern hilft bekanntlich nicht weiter, also machte ich einen Termin bei einer Ernährungsberaterin. Ich bekam eine Liste, die eingeteilt war in „darf ich essen“, „darf ich in geringen Maßen essen“ und „darf ich gar nicht essen“. Sie klärte mich darüber auf, dass das Internet lüge, ich also viel mehr essen dürfe, als ich gelesen hatte und ein Tagebuch über meine Essgewohnheiten schreiben solle, um nachzuvollziehen, wann ich Bauchschmerzen bekomme. Ich hatte einige Wochen das Tagebuch geschrieben, die Vorgaben beachtet und meinen Körper genau beobachtet. Und es ging mir schon so viel besser.

Also das Ergebnis dieser jahrelangen Tortur:
Ich habe KEINE Bauchschmerzen mehr. Ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich im JAHR Bauchschmerzen habe. Es ist so verrückt, welch wichtige Rolle die Ernährung spielt. Ich bin unendlich dankbar und glücklich, zu wissen, wie ich mit mir umgehen muss, damit es mir gut geht. Und ich habe eine riesen Freude daran, Rezepte so umzuschreiben, dass sie für mich verträglich werden. Mittlerweile liebe ich es zu kochen, was vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen ist. Ich fand Kochen nervig. Zu viel Aufwand für diese kurze Gaumenfreude. Aber jetzt probiere ich fast wöchentlich neue Rezepte aus und mein Kochbuch, das ich zurzeit erstelle, wird immer umfangreicher. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich auf alles verzichte, was auf der „Darf ich nicht essen“- Histamin-Liste steht. Wenn ich jedoch eine zeitlang verzichtet habe und dann doch mal Ausnahmen mache, vertrage ich auch die Histamin-Bomben. Aber da ist wahrscheinlich jeder Körper anders und deshalb muss jeder individuell ausprobieren, was für ihn gut ist.
Inzwischen verzichte ich auch auf Zwiebeln und Knoblauch. Anfangs eine unvorstellbare Sache, weil quasi jedes Hauptgericht, das ich bis dahin zubereitet hatte, überwiegend aus diesen Zutaten bestand. Aber vor allem Knoblauch und Zwiebeln haben einen enormen Sorbit-Anteil. Und ich muss sagen, sie fehlen mir überhaupt nicht im Essen. Auch wegen meiner Laktose-Unverträglichkei, die glücklicherweise recht mild ist, habe ich mich um Ersatzprodukte bemüht. Mittlerweile gibt es ja einige laktosefreie Produkte im Anngebot.

Hach, das macht mich echt glücklich. Und dieses Glück möchte ich mit euch teilen und euch meine umgeschriebenen Rezepte geben. Ich denke, es gibt viele Leute, die eine Unverträglichkeit haben. Viele Menschen reagieren auf Knoblauch und Zwiebeln mit Blähbauch und Bauchschmerzen. Meine Rezepte stehen für eine gesunde Ernährung und sind histaminarm, bzw. histaminfrei, ohne Knoblauch und Zwiebeln, bestehend aus überwiegend laktosefreien Produkten. Hört sich langweilig an? Ist es nicht. Die Gerichte nach diesen Rezepten sind einfach nur lecker. Und das sage jetzt nicht nur ich, sondern auch meine Familie und Freunde, die ich gerne bekoche. Leere Teller lügen nicht 😉 Aber probiert es einfach selbst aus.

Zwei Besonderheiten noch: Meine Rezepte sind oft etwas orientalisch angehaucht und viele sind einfach, schnell gemacht und sogar „bulli-tauglich“. Mein Freund und ich hatten uns letztes Jahr einen Bulli gekauft, um ein paar Monate zu verreisen. Da spielt Kochen natürlich auch eine wichtige Rolle.

Und wie kam ich nun auf den Namen?
Ich bin Möbeldesignerin, gestalte leidenschaftlich gerne Möbel im orientalisch-indischen Stil und habe 2019 „Anokha- einfach einzigartig“ gegründet. Der Name „Anokha“ kommt aus dem indischen und bedeutet „einzigartig“.
Unter Anokha.de möchte ich meine Leidenschaften miteinander verbinden. Möbeldesign, Foodblog und die Anokha-Gallery, in der ich die schönsten Bilder meiner Reisen mit euch teile.

Schaut also auch gerne auf meiner Website www.anokha.de vorbei oder folgt mir auf Instagram www.instagram.com/anokha.de oder Facebook www.facebook.com/anokha.de

So, nun wünsche ich euch viel Freude beim Stöbern, Kochen und Essen.
Lasst es euch schmecken!

Alles Liebe,
Sarah

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