Warum habe ich Anokha ins Leben gerufen?
Und was genau mache ich da eigentlich?

Ich stöbere für mein Leben gern.
Ob auf Ebay-Kleinanzeigen, auf Flohmärkten oder in Sozialkaufhäusern. Überall gibt es Möbelstücke, die ich gerne bearbeiten würde. Oft habe ich sofort eine Vision davon, welche Farben ich verwenden möchte und wie es aussehen könnte. Anfangs habe ich mit Acryl-Farben gearbeitet. Aber als ich 2017 das erste Mal eine Kreidefarbe in der Hand hielt, war es um mich geschehen und seitdem verwende ich ausschließlich diese. Einige Kreidefarben von verschiedenen Herstellern habe ich bereits ausprobiert. Mittlerweile nehme ich jedoch nur noch die Farbpaletten von Annie Sloan und Anna von Mangoldt. Über die Jahre habe ich mir verschiedene Techniken angeeignet, um die Möbel zu bearbeiten. Und ich entdecke immer wieder etwas Neues, was mich sehr freut, denn so wird es nicht langweilig.

Außer dem Anstrich mache ich auch kleinere Polsterabreiten an Stühlen und Sesseln, dessen notwendige Fähigkeiten ich mir durch unterschiedliche Projekte selbst angeeignet habe.
Die Stoffe und die dazugehörigen Materialien beziehe ich aus einem Polsterei-Fachgeschäft in Köln.
Abschließend werden die Möbel mit Wachs versiegelt, um Kratzern vorzubeugen. Nutzflächen, wie zum Beispiel Tischoberflächen oder Sitzflächen, werden zusätzlich mit einem matten Klarlack für den Alltag gebrauchsfähig gemacht.

In meiner Arbeit steckt die Liebe zum Detail. Was auf den ersten Blick wie eine blaue Kommode erscheint, ist bei näherer Betrachtung ein Zusammenspiel aus mehreren Farbkombinationen.
Daher habe ich oftmals Nahaufnahmen meiner Möbel gemacht, um das erkenntlicher zu machen.
Im Detail sieht man auch, dass die Möbel bereits ein Leben gehabt haben. Kleine Kratzer und Macken habe ich nicht ausgebessert, sondern sie machen für mich das Einzelstück erst aus – sie haben eine Geschichte.

Ich finde wir gehen sehr lieblos mit den Dingen um, die uns wie selbstverständlich umgeben.
Wir leben in einer Konsum -und Wegwerfgesellschaft. Etwas gefällt nicht mehr, also muss das Alte weg. Und etwas Neues her. Dabei haben wir manchmal echte Schätze zu Hause. Oder auch unsere Eltern und Großeltern. Mit meiner Arbeit möchte ich zeigen, dass es sich lohnen kann, ein altes Möbelstück nicht gleich zu entsorgen. Ein neuer Anstrich ist quasi wie ein neues Möbelstück.
Zudem ist es nachhaltig. Und man hat etwas, was keiner hat.

ANOKHA eben – einfach einzigartig.